FAQ

Zugegeben: Contracting wirft Fragen auf. Wir geben Ihnen die wichtigsten Antworten an die Hand.

Häufig gestellte Fragen zum Wärme-Contracting:

Wie lange läuft der Vertrag?
Die Vertragslaufzeit beträgt in der Regel 10 Jahre, mit einer Option zur Verlängerung um weitere 5 Jahre.
Was passiert am Ende der Vertragslaufzeit?
Nach dem Ende des Vertrags bleiben Ihnen mehrere Möglichkeiten:
1. Die Anlage kann zum Sachzeitwert in Ihren Besitz übergehen.
2. Die Anlage wird von uns ausgebaut und entsorgt.
3. Sie schließen einen neuen Vertrag ab. Dazu bauen wir Ihnen eine neue Anlage ein und entsorgen die ursprüngliche Anlage.
Die Entscheidung über das Verfahren am Ende der Laufzeit kann dabei, in Rücksprache mit uns, erst zum Ende des Vertrages getroffen werden.
Was geschieht im Falle der Insolvenz des Contractors?
Sollte der Contractor einmal ins "Straucheln" geraten, übergeben Sie die Versorgung an einen anderen Contractor.
Eine Unterbrechung der Versorgung ist daher nicht zu befürchten.
Welche Risiken trage ich als Contracting-Kunde?
KEINE!
Sämtliche mit der Wärmeversorgung und Finanzierung verbundenen Risiken trägt der Contractor.
Wie erfolgt die Preisgestaltung?
Der Preis gliedert sich in zwei Bestandteile:
Grundpreis: Euro/Monat - für die Vorhaltung der Erzeugungsanlage und notwendiger Installationen, sowie für die technische Betriesbsführung.
Arbeitspreis: Cent/kWh - für die gelieferte Wärmemenge.
WIe erfolgt die Preisanpassung?
Die im Vertrag vereinbarten Preise werden über Preisänderungsklauseln in Abhängigkeit von Indizes des Statistischen Bundesamtes angepasst. Maßgebende Indizes sind beispielsweise der Vergleichslohn, der Index der Investitionsgüterproduzenten sowie der Gaspreisindex oder der Index für leichtes Heizöl, je nach Ihrem genutzten Brennstoff.
Die Anpassungen erfolgen dabei viertel- bzw. halbjährlich.
Kann ich weiterhin mit meinem bisherigen Heizungsbauer zusammenarbeiten?
Wir sehen unsere Aufgabe in der Bündelung aller notwendigen Arbeiten. Der Anlagenbau und die Wartung kann dabei gerne vom Heizungsbauer Ihres Vertrauens durchgeführt werden. Koordination und Bestellung von Fachhandwerkern obliegt dabei immer uns. Sie brauchen sich um nichts weiter zu kümmern.
Erfolgt die Wartung unangemeldet?
Selbstverständlich vereinbaren wir bei anstehenden Wartungen einen Termin mit Ihnen. Zutritt zu der Anlage müssen Sie nur nach vorheriger Meldung und Abstimmung gewähren.
Ich bin handwerklich begabt - kann ich anfallende Reparaturen selbst vornehmen?
Sie sind nicht berechtigt selbst Reparaturen oder Veränderungen an der Anlage durchzuführen. Diese Aufgaben übernimmt ein von uns bestellter Fachhandwerker. Alle anfallenden Kosten übernehmen wir dabei für Sie.
Änderungen an der Anlagensteuerung sind zunächst mit uns abzustimmen, können dann aber von Ihnen selbst durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen der Vermieter:

Benötige ich eine Zustimmung der Mieter?
Bei Neuvermietungen kann die gewerbliche Wärmelieferung im Mietvertrag verbindlich vereinbart werden. Bei bestehenden Mietverhältnissen kann der Vermieter ohne Zustimmung der Mieter auf Wärmelieferung umstellen, wenn er dabei die Vorschriften des § 556c BGB beachtet.
Was besagt der § 556c BGB in Verbdinung mit §§ 8-10 WärmeLV?
Wichtigster Aspekt der Paragraphen ist es, dass die zukünftigen Kosten der Wärmelieferung nicht die Betriebskosten für die bisherige Eigenversorgung mit Wärme übersteigen (Kostenneutralität), vgl. § 556c Abs.1 Nr.2 BGB.
Wer erstellt mir den Nachweis der Kostenneutralität?
Aufgrund der Komplexität der Vorschrift zum Kostenneutralitätsvergleich erstellen wir als Contractor Ihnen den Kostenvergleich. Dazu benötigen wir lediglich die Betriebskostenabrechnungen der letzten drei Jahre sowie Angaben zu Ihrer bisher genutzten Wärmeerzeugungsanlage (Alter, Wirkungsweise, Leistung). Sie erhalten von uns eine transparente Übersicht zu den angestellten Berechnungen zur Vorlage bei Ihren Mietern.
Sind die gesamten Kosten des Contractings auf die Mieter umlegbar?
Gemäß den Ausführungen des § 556c Abs. 1 Nr.2 BGB sind nur Kosten in Höhe der bisherigen Betriebskosten auf die Mieter umlegbar (Kostenneutralität). Zur Wahrung der Kostenneutralität kann es vorkommen, dass dem Contracting-Nehmer nicht-umlegbare Kosten entstehen (abhängig vom zu versorgendem Objekt), welche im Contracting-Vertrag explizit ausgewiesen werden.
Bietet Ihr Unternehmen auch die Erstellung der jährlichen Abrechnungen an?
Ja! Heiz-Haus versteht sich als vollumfänglicher Dienstleister. Gerne können wir Ihnen die Arbeit der Abrechnungserstellung für die einzelnen Mieter auf Grundlage der Heizkostenverordnung abnehmen. Sofern entsprechende Zähler installiert sind übernehmen wir diese in die Anlagenfernüberwachung. Die Erstellung der Abrechnungen wird im monatlich zu zahlenden Grundpreis inkludiert.
Besteht eine Ankündigung- und Auskunftspflicht gegenüber den Mietern?
Der Vermieter hat die Umstellung spätestens drei Monate zuvor in Textform anzukündigen. Die Ankündigung muss dem Mieter zugehen. Der notwendige Inhalt regelt § 11 Abs. 2 WärmeLV. Die Umstellungsankündigung kann von uns erstellt werden. Der Zeitraum von drei Monaten dient dazu dem Mieter genügend Zeit zur Überprüfung der Umstellung einzuräumen.
Welche Auswirkungen hat eine fehlerhafte Ankündigung?
Eine fehlerhafte Ankündigung hat auf die Umstellung als solche keinen Einfluss. Jedoch ist der Mieter (zunächst) nicht verpflichtet, die geänderten Betriebskosten zu bezahlen.

Der Vermieter kann die Ankündiung wiederholen. Die geänderte Kostenregelung tritt zum nächsten Umstellungszeitpunkt (Abrechnungszeitraum) in Kraft.
Noch Fragen? Dann kontaktieren Sie uns: